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  Astrologie  
   
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Von Anbeginn haben die Menschen den Sternenhimmel beobachtet um daraus Rückschlüsse auf die irdischen Geschehnisse zu ziehen. Denken Sie nur an den Fund der ca. 3600 Jahre alten Scheibe von Nebra im deutschen Sachsen-Anhalt.

Die Spuren der Astrologie gehen rund 2500 Jahre vor unsere Zeitrechnung zurück und führen uns nach Mesopotamien. Die älteste erhaltene Ephemeride stammt aus dem Jahre 1970 vor Christus. Schon damals erkannten die Menschen gewisse Zyklen am Sternenhimmel und somit begann man diese zu interpretieren und die astrologische Prognose war geboren. Selbstverständlich spielte der Mond, da er mit freiem Auge leicht zu sehen war, eine entscheidende Rolle bei der Deutung. Die Astrologie, wie wir Sie heute kennen, entstand im siebten und vierten Jarhundert vor unserer Zeitrechnung. Erst die Griechen mit ihrem mathematischen Verständnis konnten das Wissen aus Mesopotamien ergänzen und vollenden. Sie schufen den Tierkreis und entdeckten auch die Präzession. Die älteste überlieferte Horoskopdeutung stammt aus dem Jahr 410 vor unserer Zeitrechnung. Selbstverständlich waren die damaligen Astrologen auch Astronomen wie z.B. Hipparch (ca. 190 – 125 v. Chr.) und Ptolemäus (100 – 160 n. Chr.). Das Buch „Tetrabiblos“ von Ptolemäus war bis zum Mittelalter das Standardwerk der Astrologie.

Im Römischen Reich hatte die Astrologie Ihren festen Platz beim Bürgertum gefunden, doch mit dem verstärkten Aufkommen des Christentums ging das Interesse an Astrologie zurück. Im 9. und 10. Jahrhundert waren Bagdad und Kairo Zentren der Astrologie. Die arabisch-islamische Variante der Astrologie hielt sich in Spanien bis zum 15. Jahrhundert. Im arabischen Raum wurde sie jedoch nach und nach durch den Islam verdrängt.

In Europa kam es gegen Ende des Mittelalters zu einer Renaissance der Astrologie, die ihre Zentren in Toledo (Spanien) und Chartes (Frankreich) hatte. Die Entdeckung der Planetengesetze durch Johannes Keppler lieferten eine völlig neue Basis, hier arbeiteten Astronomie und Astrologie noch eng zusammen. Tycho Brahe und Johannes Keppler leisteten auf wissenschaftlicher Ebene wahrlich Pionierarbeit! Aber sie waren nicht nur ausgezeichnete Naturwissenschafter sondern auch erstklassige Astrologen. Die Astrologie war aus der Naturwissenschaft nicht mehr wegzudenken.

Auch Paracelsus (1493-1541) war ein großer Anhänger der Astrologie. Gekrönte Häupter und auch Pabst Paul III zogen Hofastrologen zu Rate. Die Blütezeit der Astrologie dauerte bis zum Barock im 17. Jahrhundert, danach kam es aus verschiedenen Gründen zum Niedergang. Die Naturwissenschaft wollte den ganzen Kosmos physikalisch erklären und somit war für die Astrologie kein Raum mehr gegeben. Hinzu kam die Ablehnung durch die christlichen Kirchen. Martin Luther (1483 – 1546) und auch die Jesuiten lehnten die Astrologie völlig ab. Die Aufklärung im 18. Jahrhundert verbannte sie endgültig von den Universitäten.

1817 wurde von Prof. Julius Willhelm Andreas Pfaff an der Universität in Erlangen die letzte astrologische Vorlesung abgehalten, damit endete die akademische Periode der Astrologie. Doch das war gewiß nicht ihr Ende! Seit dem 19. Jahrhundert ist die Astrologie wieder mehr und mehr gefragt. Der Psychologe C.G.Jung integrierte die Astrologie in seine Arbeit. Ebenso integrierten Astrologen wie Thomas Ring tiefenpsychologische Erkenntnisse in ihre Tätigkeit und eine neue Symbiose zweier Wissensgebiete fand statt.

Die Astrologie hat all die hier angeführten Höhen und Tiefen überlebt und hat sich im Laufe der Jahrtausende permanent weiterentwickelt. Viele Astrologen sind wissenschaftlich tätig um neue Erkenntnisse zu gewinnen und weitergeben zu können. Das Studium der Astrologie ist eine unendliche Geschichte, die faszinierend, herausfordernd und total spannend ist.

So wird die Astrologie auch in Zukunft einmal mehr und einmal weniger präsent sein, aber solange es Sterne am Himmel gibt, Astronomen und Mathematiker welche die Basis für erstklassige Astro-Software liefern, solange wird es Astrologen geben die Sterne (Astro) und Wissen (logo) in Verbindung bringen werden!

 
     
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